Was genau ist eigentlich Tai Chi Chuan?
Tai Chi Chuan ist eine jahrhundertealte chinesische
Bewegungskunst. In meditativer Achtsamkeit und Entspannung wird geübt, den Körper
bewußt als eine Gesamtheit aus Polaritäten zu bewegen. Getragen vom Skelett - im Wesentlichen zusammengehalten von Knochen und Sehnen - bewegt man sich mit möglichst entspannter und
gedehnter Muskulatur. Dadurch wird nicht nur eine heilsame Situation für Atmung,
Blutkreislauf und Stoffwechsel geschaffen und Haltungsfehler des Skeletts korrigiert,
sondern auch eine neue, innere Kraft aus der Einheit des ganzen Seins entwickelt, die Tai
Chi Chuan in China als effektive Selbstverteidigungstechnik berühmt gemacht hat.
Tai Chi (wörtlich im chinesischen "der Große Firstbalken") bedeutet in der
taoistischen Philosophie, daß alle Polaritäten eine harmonische und organische Einheit
bilden. Die generellen polaren Qualitäten yin und yang lassen sich in allen Erscheinungen
wiederfinden: Anspannung und Entspannung, aktiv und passiv, hart und weich, voll und leer,
oben und unten usw. gehören jeweils zusammen. Chuan heißt "Hand"; die
Aktivität, hier durch die Hände symbolisiert, soll sich immer als müheloser Ausfluß
der bewußten, koordinierten Gesamtheit des Körpers manifestieren.
Wer kann Tai Chi
Chuan lernen?
Drei Arten von Übungen sind die Säulen der Schulung im Tai Chi Chuan:
Formen
Chi Kung (Qi Gong)
Partnerübungen und
Selbstverteidigung